Sony Alpha 7s

In diesem Post wollen wir unsere neuste Errungenschaft, die berüchtigte Sony A7s vorstellen. Eine Kamera, die wahrscheinlich eins der stärksten Bilder, dieser Kameraklasse produzieren kann. Diese gepaart mit der phänomenalen Low Light Fähigkeit macht aus dieser Kamera ein extrem interessantes Produkt.

Unseren ersten Kurzfilm haben wir mit der Nikon D800 als unsere A Kamera gefilmt. Warum ? Ganz einfach, weil dies die beste Kamera war, die uns zu Verfügung stand. Die D800 hat eine sehr detailreiches, scharfes Bild. Der Dynamikbereich ist auch ganz ordentlich. Jedoch haben wir zum einen Probleme gehabt mit Moiré und Aliasing, des weiteren ist das Bild nicht besonders clean, sobald man ISO 1600 überschreiten. Natürlich ist der Codec H246 nicht besonders stark. Beim Color Grading ist das Bild sehr schnell unter Bildung von Artefakten und Banding „kaputt“ gegangen. Das hätte man mit Hilfe eines Atoms Ninjas verbessern können, indem man ProRes aufzeichnet. Dies war aber für uns leider nicht mehr im Budget.

Beim Benutzen der D800 habe ich häufig Zebras und Peaking vermisst. Oft war man sich nicht sicher, ob es nun wirklich alles so scharf ist. Was sehr hilfreich ist, ist das 10fach Zoomen. Dadurch war das Schärfe ziehen etwas erleichtert, doch leider geht dies nur bevor man aufnimmt.

Nachdem ich jetzt viel negatives gesagt habe, muss nochmals erwähnt werden, das die Kamera ein super Bild produziert hat. Besonders auf der großen Leinwand mit Projektor hat uns das Bild umgehauen. Selbst die Vorführer vom Kino haben gesagt, sie hätten schon deutlich schlechter Deutsche Produktionen gesehen, was die Schärfe und Auflösung  angeht.

 

Nun kommen wir zur Alpha 7s. Beim Body Design hat Sony gegenüber der A7 und A7r nichts verändert. Es ist eine sehr leichte Kamera, die genug Knöpfe, die personalisiert werden können bietet. Die Kamera liegt gut in der Hand, was auch das handheld filmen mit dem exzellenten EVF erleichtert. Der Sucher ist ein hochauflösender OLED Sucher, den zu nutzen eine Freude ist.

A7s-1 A7s-2

Der Sensor ist ein 12MP Sony Vollformat Sensor, der laut Sony besonders auf hohe ISOs ausgelegt ist. Dazu steuert auch der BIONZ X Prozessor bei.

Die Kamera nimmt 24p, 25p, 30p, 50p/60p in Full HD auf. Außerdem bietet die Kamera 120 Bilder in 720p. Jedoch wird hierbei der Sensor gecropt und es entsteht mehr Moiré und ein wenig Aliasing. D.h. nicht wenn man sich von Backsteinwänden freihält, dass man keine guten Ergebnisse erzielen kann.

Im normalen 24p, 25p, 30p Modus ist so gut wie kein Moiré und Aliasing zu finden, was aber auch von der Digitalen Schärfe Einstellung abhängt.

Es gibt extrem viele Kombination der verschiedenen Gammas. Die ist zwar gut, jedoch hab ich noch nicht ganz das richtige für mich gefunden.

Auch der Dynamikbereich (Dynamik Range) ist vom Picture Profile abhängig. Mit S-Log 2 und S-Gamut erreicht man den größten Dynamikbereich, welcher laut Sony an die 14,5 Stops erreicht. Der Nachteil ist nur, dass man in S-Log eine minimale ISO von 3200 hat. Bei Tageslicht ist dies ziemlich unpraktisch.

Die Alternative, die ich bis jetzt gefunden habe ist das Cine-Gamma 4 Profile, was etwas weniger Dynamik hat (immer noch fast 14,5 Stops), aber dafür zu einen eine minimale ISO von 200 hat und zu anderen weniger „aggressiv“ wie S-Log 2 ist. Ob man jetzt ein bisschen weniger Dynamikbereich hat oder vllt. dafür dann ein bisschen weniger Bildrauschen hat, spielt letztendlich keine so entscheidene Rolle. Auch ist die Kamera nicht das wichtigste bei eine Film. Ich lasse mich (wahrscheinlich wie einige), häufig von neunen Sachen begeistern, vergesse dabei aber ob dies wirklich „nötig“ ist. Die A7s hat jedoch meiner Meinung nach nicht nur einen Party Trick, sondern ist die beste videofilmende Vollformatkamera, die aktuell auf dem Markt ist.

Die ISO Performance lässt einem kreativere Möglichkeiten, was die Belichtung und Beleuchtung angeht. Auch brauch man weniger Licht wenn man Nachtszenen dreht, was gerade bei Low Budget Filmen trotzdem die Möglichkeit eröffnet.

Bis jetzt habe ich die Kamera nur mit nach London genommen um einen Mini-Doc über britischen Humor zu Filmen, bei der ich teilweise auf natürliches Licht angewiesen war. Auch habe ich spät Abends gedreht und die ISO auf bis zu 10.000 aufgedreht. Hier ein paar Frames.

Final Produkt.Standbild001
Ungraded Proxy shot in Clapham Common at 10000 ISO in Cine Gamma 4
Final Produkt.Standbild002
Ungraded Proxy shot in Clapham Common at 8000 ISO in Cine Gamma 4

Die Kamera hat einen Sony E-Mount. Dieser kann durch die kleine Distanz zwischen Sensor und Objektiv mit Hilfe des passenden Adapters praktisch jeder Objektiv Hersteller gewählt werden. Ich habe bis jetzt sowohl mit Nikon G-, F-Mount, und Canon FD-Objektive genutzt. Die objektive müssen alle manuell fokussiert werden und haben auch keine elektronisch verstellbare Blende. Dies ist für das Filmen kein Problem, sogar eher hilfreich. Für das Fotografieren habe ich mich auch rasch an das manuelle Fokussieren gewöhnt, daher auch kein Problem.

Objektive müssen nicht neu sein um gut zu sein. Ein altes Leica ist immer noch exzellent und hat nur wenig an Wert verloren. Das liegt daran, das sich grundlegend an der Technik nichts verändert hat, abgesehen von Stabilisierung und Autofokus.

Es gibt für den E-mount eine Menge unterschiedliche Adapter auch einige Canon Adapter, die sogar Stabilisierung, Blende und Autofokus übertragen.

Update vom 2.03.2015:

Für unser neustes Projekt haben wir entschieden die Sony A7s als einzige Camera zu nutzen. Es war mein erstes komplett professionelles Projekt mit dieser Camera. Im Gegensatz zu meinem British Humour Video, was ja nur ein privates Projekt war, ging es bei dem Film um ein Projekt bei dem wesentlich mehr Leute Involviert waren. Daher war die Verantwortung umso größer. Ich hatte ein wenig Bedenken was die Bildprofile angeht, da ich das Gefühl hatte, das diese die Farben beim unter und über belichten beeinflussen. Mein Verdacht war das sich das Bild magenta färbt wenn man unterbelichtet und grün wenn man überbelichtet. Daraufhin fand Ich dieses Video was meinen Verdacht bestätigt: https://vimeo.com/104329851

Bis jetzt habe ich noch nicht mit der Color Correction begonnen, also steht das noch offen.

Das eigentliche Nutzen der Kamera war großartig. All die hilfreichen Features, die ich oben beschreibe, haben das praktische Arbeiten mit der Kamera stark erleichtert. Focous Peaking wahrscheinlich am meisten.

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